Whisky sonstige
Whisky (in Irland und in den USA überwiegend Whiskey) ist eine aus Getreide durch alkoholische Gärung und Destillation gewonnene Spirituose.
Im 5. Jahrhundert brachten christliche Mönche technische Geräte sowie das Wissen um die Herstellung von Arzneien und Parfüm nach Irland und Schottland. Bis heute steht nicht fest, ob Schottland oder Irland das Ursprungsland des Whiskys ist. Einer Legende nach waren die Kelten die ersten, die eine wasserklare Flüssigkeit destillierten – das „aqua vitae“ oder „uisge beatha“. Das hierzu nötige Wissen verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten wohl durch das Aufkommen der Klöster, die damals das Zentrum vieler Ansiedlungen waren und eigene Gasthäuser betrieben.
Im Laufe der Zeit entstanden eine große Anzahl an privaten Destillerien. Jeder schottische Klan produzierte seinen eigenen Whisky für den Eigengebrauch.
Nach der Besiedelung Amerikas wurde auch dort versucht, Whisky aus Getreide herzustellen. Da Gerste nur sehr schlecht wuchs, begannen die Bauern in Nordamerika, die dort gut wachsenden Getreidesorten Roggen (englisch: rye) und Weizen (englisch: wheat) zu vergären.
Seit 1643 wurde Whisky in Irland offiziell besteuert, seit 1644 in Schottland. Da sich niemand daran hielt, wurde Whisky 1661 erst in Irland, dann 1707 auch in Schottland verboten – es sei denn, man erwarb eine staatliche Lizenz. In den folgenden Jahren kam es wegen der Steuern zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Steuereintreibern und Schmugglern. Nahezu 200 Jahre hielt der Widerstand gegen die hohe Besteuerung des Whisky an. Die ältesten heute bestehenden lizenzierten Brennereien sind in Irland Kilbeggan (1757), in Schottland Glenturret (1775) und Bowmore (1779).
Auch in Amerika wurde Whiskey, 1794, besteuert, doch die Siedler nahmen diese Steuer nicht hin, und es kam in Pennsylvania zur Whiskey-Rebellion. Nachdem diese niedergekämpft wurden, zogen die Whiskeybrenner weiter nach Westen in die Staaten Kentucky und Tennessee, woher heute noch der größte Teil der Produktion Amerikas stammt.
1823 wurde in Schottland ein neuer „Act of Excise“ beschlossen, der das Brennen von Whisky gegen eine Gebühr von 10 Pfund plus einem festen Steuerbetrag pro Gallone Whisky gestattete. Gleichzeitig legte man eine Mindestgröße von 40 Gallonen für die Brennblase fest. George Smith war der Erste, der nach der neuen Gesetzgebung seine Brennerei Glenlivet baute. Durch das neue Recht lohnte sich endlich die legale Produktion von Whisky, dies führte zu einer weit aus größeren Verbreitung des Whiskys auf den Britischen Inseln.
1856 stellte der Schotte Andrew Usher jun. den ersten Blended (deutsch: Verschnitt) Whisky her. Andere Händler verschnitten Malz- und Kornwhiskys, die nun auch dank der Coffey still hergestellt werden konnten, zu Blended Scotch.
Nicht nur jeder Whisky schmeckt anders, sondern auch der Inhalt jedes Fasses schmeckt anders als der Inhalt anderer Fässer. Für die Vielfalt an Aromen sind drei Dinge verantwortlich: die Rohstoffe, der Herstellungsprozess und die Fassreifung. Die Prozesse, die innerhalb dieser drei Dinge stattfinden, haben einen sehr großen Einfluss auf das Endergebnis.
Gemälzte Gerste ist der wichtigste Rohstoff für den Herstellungsprozess. Das verwendete Wasser spielt auch eine wichtige Rolle. Jede Brennerei verwendet ihr eigenes Wasser, meist aus einer nahen Quelle. Eine weitere Zutat ist Hefe. Unter etwa 1000 Hefearten eignen sich nur wenige für die Whiskyherstellung.
Das Mälzen der Gerste stellt einen entscheidenden Vorgang während des Herstellungsprozesses dar. Diese (oder andere Getreide) wird zu diesem Zweck auf Tennen ausgebreitet, befeuchtet und somit zum Keimen gebracht. Die beim Keimen aktivierten Enzyme wandeln die im Getreidekorn vorhandene Stärke (Amylose) in Malzzucker (Maltose) um. Das nun entstandene Grünmalz wird nun gedarrt (=mittles Hitze wird das Keimen gestoppt). Dannach wird das Malz zu Schrot gemahlen und danach im Maischbottich mit heißem Wasser vermischt. Nach dem Abkühlen wird die Mischung in den Gärtank gepumpt und mit Hefe versetzt. Die nach der Gärung entstandene Maische hat nun einen Alkoholgehalt von 5 – 8 Vol%. Auf die Gärung folgt die Destillation (Zur Herstellung von schottischem Malt-Whisky und irischem Pot-Still-Whiskey wird das „pot still“ Verfahren verwendet. Andere Whiskyarten werden meist in Brennsäulen im „patent still“ Verfahren destilliert). Abschließend erfolgt die Lagerung und Reifung in Eichenfässern. Die jahrelange Reifung darin kann für 60 bis 80 % des Geschmacks verantwortlich sein.
Je nach Getreideart werden Whiskys unterschiedlich bezeichnet:
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Rye bezeichnet beispielsweise Whisk(e)y, der überwiegend aus Roggen hergestellt wurde.
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Bourbon bezeichnet Whiskey, der aus Mais hergestellt wurde.
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Malt bezeichnet Whisky, der ausschließlich aus gemälztem Gerstenmalz hergestellt wurde.

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