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Sambuca

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Geht es um Spirituosen aus Italien, dann darf die Rechnung nicht ohne den Sambuca gemacht werden. Er mag sich zwar vom Namen her irgendwie asiatisch anhören, doch er gehört zur italienischen Geschichte und Kultur unverrückbar dazu und wird in dieser ursprünglichen Form auch nur von den Italienern hergestellt. Man zählt ihn zu den Likören, wobei er am besten als Klasse für sich betrachtet wird.

Die Geschichte von Sambuca

Der Name der Spirituose stammt aus dem Lateinischen. Man geht davon aus, dass man sich auf das Wort sambucus berief, das die Holunderbeere beschrieb. Die Griechen bezeichneten die Beeren des Holunderbaumes als sambuca. Warum aber wurde ein Likör, bei dem der Holunder keine Rolle spielt, als solcher bezeichnet? Experten sind der Meinung, dass unter dem Fachbegriff Sambuca erst ein Holunderbeerenlikör bezeichnet wurde, der vor knapp 130 Jahren in Civitavecchia in Italien hergestellt wurde. Später wurde der Begriff für einen anderen Likör derselben Ortschaft verwendet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste kommerziell produzierte und vertriebene Sambuca-Likör aus Civitavecchia schriftlich erwähnt, und er betitelte höchstwahrscheinlich den heute bekannten Likör ohne Holunderbeeren. Luigi Manzi soll zu jenem Zeitpunkt den Sambuca Manzi verkauft haben. Er gilt nach wie vor als der Urvater des Sambucas. Manche sind felsenfest davon überzeugt, dass der Name gar nicht von dem Wort für Holunder stamme, sondern anders entstanden sei. Eindeutige Belege für die Theorien gibt es bis heute nicht. Vor kurzem fand man jedoch einen Brief, den Manzi an die Kirche schrieb. In ihm wies er darauf hin, dass seine neue Spirituose auf den Namen Sambuca höre und er diesen von sambuchelli abgeleitet habe – einem landläufig bekannten Erfrischungsgetränk auf der Basis von Wasser und Anis.

Man sollte nicht den Fehler machen, zu glauben, der Sambuca sei in Italien erfunden worden, obgleich dort seine Namensgebung erfolgte. So hält sich die Annahme, dass der Anislikör an sich in Syrien entstand und aus dem Nahen Osten seinen Weg nach Europa fand. Die Sarazenen (ein Nomadenstamm, der Handel betrieb und Kämpfe führte) sollen im Mittelalter den aus vorwiegend aus Anis hergestellten, syrischen Likör nach Rom gebracht haben. Diese Stadt war der Dreh- und Angelpunkt des Handels und inspirierte die Italiener in vielerlei Hinsicht. Sie lernten den Anislikör als Vorläufer des Sambuca erst einmal als Arzneimittel kennen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die Kombination aus Alkohol und pflanzlichen Komponenten wie Kräutern und Gewürzen wurde oft als Heilmittel erdacht. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Gin, ein Wacholderschnaps. Auch dem Sambuca wurden aufgrund von Anis damals heilende Wirkungen nachgesagt. Er sollte u. a. bei Magenbeschwerden Linderung verschaffen und den Appetit oder die Verdauung anregen. Im Laufe der Zeit begannen die Italiener damit, das Destillat ein wenig zu verfeinern und es als Likör nach dem Essen zu trinken sowie in geselliger Runde zu genießen. Interessanterweise könnten die Sarazenen auch die Inspiration für die Namensgebung gewesen sein, denn ihre Schiffe sollen angeblich als sambucos bezeichnet worden sein. Womöglich kam man hierdurch auf das Getränk sambuchelli, das Manzi als Inspiration für seinen ersten Sambuca aus Civitavecchia nahm.

Neben Manzi, quasi dem Erfinder von Sambucalikör aus Bella Italia, muss auf jeden Fall noch Angelo Molinari von der gleichnamigen Brennerei erwähnt werden. Er begann nach dem Zweiten Weltkrieg (ab 1945) mit der Herstellung von Sambuca Extra Molinari, der im großen Stil produziert und vermarktet wurde und dem Anislikör zum Durchbruch im Inland sowie später auch im Ausland verhalf. Molinari war 1893 in Rom geboren worden und hatte sich schon bald sowohl mit Parfüm als auch mit Spirituosen auseinandergesetzt. Er wurde auf den Sambuca Civitavecchia aufmerksam, bei dem es sich um eine Spirituose auf grünem Anis mit trockenem Charakter handelte. Er fand hieran Gefallen, wollte aber etwas Eigenes und Feineres kreieren. So wendete er sich dem Sternanis zu und verlieh dem Likör zudem etwas mehr Süße. Geboren war der Sambuca von Molinari, der noch heute in riesigen Mengen hergestellt wird. Er gehört zu den globalen Top Sellern und ist ebenso zu empfehlen wie authentischer Luxardo Sambuca aus Italien.

Das ist typisch für Sambuca

Dieser italienische Anislikör wird für gewöhnlich aus Sternanis aromatisiert, wobei auch Anis, Süßholz und diverse andere Gewürze zum Einsatz kommen. Jede Brennerei besitzt eine eigene, leicht anderes Rezeptur, wobei der Anis stets die Hauptzutat für die Aromatisierung des alkoholischen Destillats bleibt. Der Sambuca ist von klarer Farbe wie Vodka und besitzt in der Regel einen Alkoholgehalt von 38 bis 42 % vol. Der im Latium erfundene Likör kann trockener oder süßer sein, je nach Hersteller.

Man trinkt ihn bevorzugt als Digestif nach dem Essen, was sich im Laufe der Jahrzehnte nicht geändert hat. Der farblose Anislikör ist trotz seiner Würze generell auf der süßen Seite angesiedelt. Das ist ein Grund, warum man ihn gern con la mosca trinkt. Das bedeutet, dass dem Likör Kaffeebohnen beigegeben werden. Deren bitterer Geschmack entfaltet sich, wenn man sie beim Trinken zerkaut. So entsteht ein willkommener Kontrast zur Süße des Likörs, der gut mit der nicht scharfen Würze harmoniert. Interessanterweise lassen sich die italienischen Worte für das Trinkritual als "mit Fliege" übersetzen. Die Legende will es, dass einst bei den ersten Brennversuchen von Sambuca eine alte Dame beim Servieren ihres Anislikörs bemerkte, dass sich von der Süße angelockte Fliegen auf dem Glas niederließen. Das geschah jedes Mal, wenn sie den Likör servierte – und immer waren es drei Fliegen. Um ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen, gab sie drei Kaffeebohnen hinzu und flambierte den Sambuca. Er wurde also beim Servieren kurz angezündet, wodurch die Kaffeebohnen im Alkohol leicht geröstet wurden und die Fliegen verschwanden. Noch heute wird Sambuca flambiert, vor allem außerhalb von Italien.

Wer den Sambuca nicht mit Kaffeebohnen oder flambiert trinkt, kann ihn pur oder on the rocks genießen. Gern wird er nach dem Kaffee oder mit Kaffee gemischt getrunken. Wenn er als Ersatz für Zucker im Kaffee dient, spricht man von einem caffè corretto. Verdünnt man den süßen Sambuca mit ein wenig Wasser, entsteht derselbe Louche-Effekt wie bei Ouzo (Anislikör aus Griechenland) oder bei Absinth: Der Anis im Alkohol sorgt aufgrund von Anethol dafür, dass sich die Flüssigkeit trübt und milchig aussieht.