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Sherry

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Der Sherry ist ebenfalls ein verstärkter Weißwein, der einem ganz spezifischen Reifeprozess unterliegt. Der Gruppe der Likörweine zugeordnet kommt der Sherry meist aus der spanischen Region Andalusien. Mit Christoph Kolumbus kam der Sherry auch nach Amerika, der damaligen Neuen Welt, und auch Ferdinand Magellan wird nachgesagt, dass er mehr Zeit mit Sherry verbrachte, als sich um seine Waffen zu kümmern. Bekannt wurde der Sherry in England durch Francis Drake, der einen der wichtigsten spanischen Häfen, den Hafen Cadiz, im Jahre 1587 plünderte und Sherry als Beute nach England brachte. Der Name Sherry ist in Europa eine Ursprungsbezeichnung, die geschützt ist. Nur Weine, die aus der sogenannten Sherry-Region kommen, dürfen als Sherry bezeichnet werden. Heute kommt der Sherry nicht nur aus Spanien, sondern auch aus Portugal und seiner Insel Madeira.

Für den Sherry werden in der Regel drei weiße Traubensorten angebaut, und zwar die Palomino, die Pedro Ximénez und die Moscatel. Die Reben werden auf speziellen Böden angebaut, und zwar auf einem leichten, fast weißen Boden, der aus etwa 45 % Kreide und einer Mischung aus Sand, Kalkstein und Ton besteht. Es handelt sich dabei um den Albariza-Boden, der den Vorteil hat, dass er auch während großer Hitze Feuchtigkeit bewahren kann. Er eignet sich für den Anbau der Palominotraube, deren Wein zu etwa 40 % im Sherry enthalten sein muss. Ein ganz anderer Boden ist der Barros, ein Boden, der dunkelbraun ist und einen sehr hohen Tongehalt, dafür aber nur etwa 10 % Kreide beinhaltet. Der dritte Boden ist gelblich und hat ebenfalls einen zehnprozentigen Kreideanteil, jedoch einen sehr hohen Anteil an Sand.

Ein trockener Weißwein mit einem Alkoholgehalt von 11 bis 13 % vol. ist das Ergebnis der Vergärung. Mit Branntwein wird der junge Wein angereichert und reift danach für mindestens ein Jahr in Fässern, von denen drei und mehr übereinandergestapelt werden. Dies ist für einen Sherry unerlässlich. In den unteren Fässern liegen die reifen Weine, während in den oberen die neuen Weine bzw. die junge Ernte gelagert wird. Der Wein wird aus den unteren Fässern abgefüllt, jedoch nur, bis das Fass zu einem Drittel geleert wurde. Danach werden die Weine der mittleren Schicht mit der unteren Schicht gemischt und die der oberen mit der mittleren Schicht. So werden die jungen mit den alten Weinen verschnitten, und das kontinuierlich. Das nennt man auch das Soleras-y-Criaderas-System. Damit wird der einzigartige Geschmack des Sherrys erzeugt. So kann es durchaus vorkommen, dass zehn oder gar mehr verschiedene Jahrgänge für einen einzigen Sherry infrage kommen.

Sofort nach der Gärung wird der Wein gekostet und nach Klassen eingeteilt. Dabei werden Symbole verwendet, die das Potenzial des Weines auf dem Fass anzeigen. Ein guter Wein wird mit einem "/" oder Schlag gekennzeichnet, Daraus wird Fino oder Amontillado - zwei bekannte Sherrysorten. Wird dieser Schlag mit einem Punkt (/.) versehen, so handelt es sich in diesem Fass um einen vollmundigen Wein, aus dem ein Oloroso hervorgehen kann. Der zweifache Schlag oder auch Doppel-Hub (//) kennzeichnet den Wein, der weiter reifen darf, bis über ihn entschieden wird. Drei Schläge (///) bezeichnen einen schlecht entwickelten Wein, der zur Destillation freigegeben wird. Der Sherry wird mit einem Weindestillat angereichert, und zwar in einem Mischverhältnis von 50:50. Sobald der Sherry mit Alkohol angereichert ist, wird er in großen Fässern aus nordamerikanischer Weißeiche abgefüllt und ruht dort, bis er durch das Solera-System in andere Fässer umgefüllt wird. In diesem System verharrt der Sherry mindestens drei Jahre.

Der Sherry kann, im Gegensatz zum Portwein, von einer langen Lagerung in Flaschen nicht profitieren. Gelagert werden muss der Sherry stehend und an einem kühlen, dunklen Ort. Die Sorten Fino und Manzanilla sind sehr empfindlich und sollten nach dem Öffnen der Flasche relativ schnell getrunken werden. Länger haltbar sind die Sorten Oloroso und Amontillado. Auch die Versionen des PX sowie des Blended-Sahne-Sherrys sind nach der Öffnung der Flasche teilweise über Monate haltbar. Diese lange Haltbarkeit ist dem Zuckergehalt zu verdanken, der sich hier als Konservierungsmittel hervorhebt.

Auch heute noch ist der Sherry in Großbritannien sehr beliebt. Der Sherry ist in der Regel süß und trocken, aber auch, je nach Lagerung und Reifezeit, vollmundig. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 18 und 20 % vol. In unserem Shop bieten wir eine Vielzahl von verschiedenen Portweinen, Sherrysorten und Madeira an.