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Vodka

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Die Geschichte des Vodkas geht bis zum 14. Jahrhundert zurück. Mit der Entdeckung der Getreidedestillation nahm die Geschichte ihren Lauf. Der ersten Versuche, Getreide zu destillieren, führten zu einem recht schwachen Vodka im Vergleich zu heute. Ob die Russen oder die Polen die Erfinder des klaren Getränkes, dem sogenannten Wässerchen, sind, streiten sich bis heute die Gelehrten. Wer behauptet, dass das eine oder das andere Land definitiv den Erfinder des Vodkas hervorbrachte, liegt falsch. Keiner von beiden besitzt den letzten endgültigen Beweis, aber jeder beansprucht für sich die Erfindung. Ein hoher Roggenüberschuss im 14. und 15. Jahrhundert in Russland lässt die Vermutung zu, die Russen seien die Erfinder. Nur ein Überschuss an Nahrungsmitteln führt zu der Entscheidung, aus einem Grundnahrungsmittel Alkohol anstatt Lebensmittel herzustellen. Andererseits legt Polen die von 1405 erste offizielle Eintragung der Herstellung eines Vodkas im Ort Sandomierz als Beweis vor. Sandomierz lag im Königreich Polen.

Ein Blick in die Geschichte beweist ausschließlich die untrennbare Verbundenheit des Wässerchens mit der russischen Vergangenheit. Mit der Destillation des Getreides stieg die Nachfrage nach Vodka stetig weiter. Die Zaren wussten dies für sich zu nutzen. Verbote, Beschränkungen und Genehmigungen für dessen Herstellung und Ausschank sicherten sprudelnde Einnahmen. Der Ausschank des klaren Wässerchens durfte bis ins 18. Jahrhundert ausschließlich in genehmigten Tavernen erfolgen. Zar Peter der Große hob die offizielle Genehmigungspflicht auf. Dafür besteuerte er den Vodka, was zu einer Verteuerung führte und die Staatskassen füllte. Katharina die Große führte das Produktionsverbot erneut ein. Seither produzierten den Vodka ausschließlich privilegierte Adlige und Staatsunternehmen. Es dauerte nicht lange und das gemeine Volk suchte nach Alternativen für das teure, privilegierte Getränk. Eine Kartoffel brachte im 19. Jahrhundert die bis dato krisensichere Vodka-Herstellung mit den verbundenen Privilegien zum Erschüttern. Billiger Vodka floss durch die Kehlen in Osteuropa. Erst Ende des 19. Jahrhundertes stieg ein neues Staatsmonopol in Russland empor. Dennoch kannten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nur wenige das klare Wässerchen in Westeuropa. Ausschließlich der adlige Kreis reichte und schätzte den Vodka als osteuropäische Spezialität.

Heute weltweit kein Begriff mehr, aber für die Russen unvergessen, ist die Maßeinheit Stopka. 100 Gramm des Wässerchens passen in eine Stopka, dem traditionellen Vodka-Glas. Doktor des Vodkas, Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, führte die Maßeinheit "Gramm" ein und trug mit seiner Doktorarbeit zu Verbesserungen in der Herstellung bei.

Das 20. Jahrhundert startete schlecht für die Russen und für die Hersteller des klaren Getränkes. Zuerst verbot Zar Nikolaus II. mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges den Ausschank und den Verkauf von Vodka. Bereits zu dieser Zeit galt das Wässerchen als das heimliche Nationalgetränk. Der reichhaltige und regelmäßige Konsum sorgte für hohe Steuereinnahmen. Ein Drittel der Staatseinnahmen kostet dem Zaren diese Entscheidung. Den Konsum einzudämmen, schafft er mit seiner Maßnahme nicht. Die Schwarzbrennereien sorgten für den geregelten Nachschub, zahlten keine Steuern und bedienten weiterhin die große Nachfrage im Land.


Die Oktoberrevolution 1917 beendete die Herrschaft des Zaren und das revolutionäre Volk plünderte alle Alkoholvorräte des Palastes. Die neue Macht im Land, die Bolschewiki, lernten nichts aus der Vergangenheit und hielten fatalerweise am Herstellungsverbot bis 1925 fest. Von heut auf Morgen sahen sich die Hersteller in ihrer Lebensgrundlage beraubt und flüchteten ins Ausland. Das Herstellungsverbot verhalf mit der weltweiten Verbreitung des Verfahrens zur Produktion hochwertiger Vodkas. Heute blicken nicht ausschließlich Polen und Russland auf eine langjährige Getreidedestillation zurück. Finnland, Schweden und Deutschland sind Meister der Vodka-Herstellung mit Tradition. Eine der bekanntesten russischen Familien – Gorbatschow – zog 1921 nach Berlin und startete eine bis heute anhaltende Erfolgsgeschichte der Vodka-Produktion in Deutschland.


Mit dem Aufkommen der Cocktails in den 1950er-Jahren erhielt der Vodka seinen Aufschwung und verbreitete sich durch alle Gesellschaftsschichten. Zuvor in russischen Exilgemeinden getrunken und geschätzt, galt mit dem Mischen von Getränken das Wässerchen als ein idealer Ausgangsstoff für allerlei leckere Cocktails. Die Vodka-Produktion geriet in Russland währenddessen aus den Bahnen. Der tägliche Konsum zog in Russland ein. Im Zweiten Weltkrieg erhielten Soldaten Vodka-Rationen. Diese erschienen ihnen als zu gering. Verbote schlugen fehl und erst unter Michail Gorbatschow überwachte der Staat die Produktion des Vodkas erneut. Die gesundheitsschädlichen und verbotenen Zutaten galt es, zu stoppen. Selbst gebrannte Vodkas führten zum Erblinden. Expositionen in den Schwarzbrennereien sorgten für Aufsehen und trugen zur traurigen Bekanntheit bei, dass Russen ein alkoholisiertes Volk wären. Unter Jelzin verschwand die Überwachung erneut und Vodka-Marken schossen aus dem Boden. Vodka hat sich zum Weltgetränk gemausert, während der Konsum von Alkohol in Russland verheerende Auswirkungen annimmt und als Staatsfeind Nummer eins gilt.

Als Ausgangsprodukte für die Herstellung von Vodka eignet sich Getreide, Kartoffel oder Melasse. Billige und qualitativ schlechte Vodkas bestehen aus Melasse, einem Nebenprodukt der Zuckerproduktion. Der hochwertigste Vodka entsteht aus geschrotetem und gemälztem Getreide. Vorrangig verwenden Hersteller den Roggen. Die zerkleinerte und in Wasser gelegte Kartoffel eignet sich ebenso. Egal welchen Ausgangstoff die Hersteller wählen, die Maische markiert ähnlich dem Bierbrauen den Beginn. Die Stärkemoleküle gilt es, zu spalten. Es erfolgt das Erhitzen, bis die süße Maische entsteht. Ein wenig Hefe für die Gärung hilft, den Umwandlungsprozess von Zucker in Alkohol in Gang zu bringen. Circa sechs bis sieben Volumenprozent Alkohol ist ausreichend. Den Rest erledigt das anschließende Brennen. Mehrere Male brennt das Gemisch. Die Häufigkeit des Brennvorgangs bestimmt die Qualität des Wässerchens. Im Anschluss sorgt das Ausfiltern der Begleitaromen, wie Fuselöle, mit Aktivkohle für die Entstehung eines geschmacksneutralen Vodkas. Guter und hochwertiger Vodka besteht fast zu 100 Prozent aus Wasser und Ethanol. Teure Filteranlagen und aufwendige, mehrmalige Brennprozesse rechtfertigen die hohen Preise. Wer zum billigen Ableger greift, trinkt neben Wasser und Ethanol zudem Fuselöle.

Rein gebrannter Vodka ist nicht trinkbar. Daher erfolgt zuerst das Auffüllen mit Wasser, bevor dieser in Glasflaschen zur Abfüllung bereitsteht. Eine durchschnittliche Trinkstärke liegt bei circa 37,5 oder 40 % vol. Einige Hersteller bieten höhere Prozentzahlen an. Seit Mendelejew die Grammzahl einführte, besitzt ein traditioneller Vodka ein Alkoholvolumen von 40 %. Heute sind Vodka-Marken von 37,5 % vol. bis 56 % vol. käuflich zu erwerben. Gute Marken filtern das Wasser vorab, um den Vodka nicht zu verunreinigen. Einige Hersteller nutzen eigene Quellen. Dies schlägt sich im Preis nieder. Hersteller erweiterten stetig das Sortiment und bieten neue Geschmackssorten an. Das Beimischen von Zitrone, Lemon und Schwarze Johannisbeere in das Destillat setzt sich erfolgreich durch.

Mit der Verbesserung des Filterns von unerwünschten Begleitaromen durch Lars Olsson Smith erreichte er im ausgehenden 19. Jahrhundert eine bis dato unerreichte Qualität. Um dies zu betonen, nannte er seinen Vodka "Absolut". Den seit 1879 im schwedischen Åhus hergestellten "Absolut Vodka" finden Sie im reichhaltigen Sortiment unseres Onlineshops.