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Weinbrand

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Weinbrand reift als ein mehrfach destillierter Wein viele Monate in Eichenfässern. Der Begriff ist in der Europäischen Union rechtlich geschützt. Nur zu 100 Prozent aus Weinalkohol destillierte Spirituosen gelangen als Weinbrand in den Verkauf. Die Europäische Union verlangt einen Alkoholgehalt von mindestens 36 % sowie die Lagerung von mindestens sechs Monaten in Eichenfässern. Bei großen Fässern von über 1.000 l Fassungsvermögen bedarf es zwölf Monate Lagerzeit. Aromazusätze sind in der Regel verboten. Handelt es sich um ein traditionelles Verfahren, gewährt das Reglement Ausnahmen. Wie nahezu alle alkoholischen Getränke besitzt Weinbrand eine lange Tradition. Diese reicht vermutlich bis in das Jahr 1000 nach Christus zurück. Der heute gebräuchliche Name verbreitete sich dagegen erst am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Weinbrand oder Cognac oder Brandy?

Viele Deutsche verbinden mit den Namen Weinbrand, Cognac oder Kognak. Im gängigen Sprachgebrauch kennzeichnen diese Namen Synonyme. Die Deutschen übernahmen das Wort infolge des Einflusses des Französischen auf die deutsche Sprache. Cognac ist heute eine geschützte Herkunftsmarke für in der Umgebung der französischen Stadt Cognac hergestellten Weinbrand. Das Wort Branntwein stammt aus dem mittelhochdeutschen gebranter wīn. Über Umwege im 16. Jahrhundert, wie brandtenwīn oder brantewein, wurde es zum heutigen Branntwein. Aus dem gleichen Wort entwickelte sich im angelsächsischen brandy wine,später im Englischen zu brandy verkürzt. Branntwein bezeichnet heute jede durch Destillation gewonnene Spirituose.

Die ursprüngliche Bedeutung von gebranntem Wein hat sich zu Weinbrand gewandelt. Lange Zeit war es üblich, Cognac im allgemeinen Sprachgebrauch zu verwenden. Das änderte sich mit Ende des Ersten Weltkrieges. In den Versailler Verträgen musste Deutschland die in Frankreich geschützten Herkunftsbezeichnungen, wie Cognac, anerkennen. Der Deutsche Reichstag änderte 1923 das Weingesetz dementsprechend und seitdem ist Cognac als Weinbrand bekannt.

Von Mixturen und Seeleuten

Im ausgehenden Hochmittelalter um 1300 verbreitete sich die Technik der Destillation rasant in Europa. Apotheker, Mönche und Hofangestellte des Adels experimentierten mit diversen Möglichkeiten, hochprozentigen Alkohol herzustellen. Zunächst stand die medizinische Wirkung im Vordergrund. Alkohol galt als ein Heilmittel gegen die Pest und in Alkohol eingelegte Heilkräuter fanden als helfende Arzneien Verwendung. Es dauerte nicht lange und die hochprozentigen Mixturen dienten zusätzlich dem Genuss und Vergnügen, wenn nicht sogar ausschließlich. Es entstanden süße Liköre, aromatische Obstbrände und insbesondere in den Weinbaugebieten Europas die gebrannten Weine. Bereits 1411 stellten die Bewohner der südfranzösischen Region Armagnac den noch heute bekannten Weinbrand her.

Die Lagerung im Fass geht wahrscheinlich zurück auf die Tradition der Seefahrer. Durch die Zugabe von hochprozentigem Alkohol zu ihrem Wein machten sie diesen für die damals langen Entdeckungsfahrten haltbar. Auf den langen Seereisen reifte der Wein im Fass und entwickelte die typischen Aromen. Der weltberühmte Cognac, aus der Umgebung der gleichnamigen französischen Stadt stammend, entstand am Anfang des 16. Jahrhunderts. Im 17. Jahrhundert begann der Export des lange haltbaren Getränks nach England, Irland, Nordamerika und in die Kolonien. Der weltweiten Verbreitung des Weinbrandes stand nichts mehr im Weg.

Die Erzeugung des begehrten Tropfens

Weinbrand entsteht vorwiegend aus Weißwein. Für den berühmten Cognac finden hauptsächlich die Sorten Trebbiano, Folle Blanche und Colombard Verwendung. Der sich aus den Trauben bildende Wein mit acht bis zwölf Prozent Alkoholgehalt dient ausschließlich der weiteren Verarbeitung zu Weinbrand. Dieser Wein weist eine leichte und säurebetonte Note auf. Aus ihm entsteht durch zweifache Destillation und anschließender Lagerung der begehrte lang haltende Wein. Die durch Wärmezufuhr im ersten Schritt der Destillation erzeugten Alkoholdämpfe kühlen in Rohren ab und kondensieren. Es entsteht der sogenannte Rohbrand mit einem Alkoholgehalt von 27 % bis 30 %. In der sich anschließenden zweiten Destillation steigt der Alkoholgehalt bis auf 94 % und der Feinbrand entsteht. Cognac als hochqualitatives Produkt darf im Feinbrand bis maximal 72 % Alkohol enthalten. Ebenso ist Cognac nicht mit anderen Weindestillaten aus anderen Regionen gemischt. Bei anderen Weinbränden kommen verschiedene Weindestillate unterschiedlicher Regionen zur Lagerung in die Fässer.

Die im Anschluss folgende Lagerung trägt wesentlich zur Bildung der Aromen eines Weinbrandes bei. Wie bei Whisky, entscheidet über die spätere Qualität des Weinbrandes die Wahl der richtigen Fässer. Beim Lagern des Weinbrandes kommen Eichenfässer zum Einsatz. Der Feinbrand lagert darin mindestens drei Jahre, hochwertige Weinbrände deutlich länger. Ein offizielles Bewertungssystem basierend auf der Dauer der Lagerung gibt es nicht. Für Weinbrand und andere Branntweine, vorwiegend für Rum, bildete sich ein traditionelles System zur Kennzeichnung der Dauer der Fasslagerung. A.C. steht für zwei Jahre und V.S. (very special) für drei Jahre Lagerung im Fass. V.S.O.P. (very superiour old pale) für fünf Jahre und X.O. (extra old) für sechs Jahre Lagerung im Fass. Sind mehrere Jahrgänge zu einem Weinbrand vermischt, bezieht sich die Altersangabe auf den jüngsten verwendeten Jahrgang.

Die Fässer machen den Unterschied

Mittlerweile gehen manche Hersteller dazu über, mit der Tradition der Lagerung im Eichenfass zu brechen. Ihre Weinbrände reifen vollständig oder zu einem bestimmten Teil der Lagerzeit in ausgedienten Sherry- oder Portweinfässern. Vorbild sind hier zahlreiche Whiskydestillerien, die in den 90er-Jahren begannen, neue Produktlinien durch zusätzliche Reifung in anderen Fässern einzuführen. Traditionell reifen spanische Weinbrände in verschiedenen Sherryfässern. Dieses sogenannte Solera-Verfahren blieb allerdings auf Spanien beschränkt. Die zusätzlichen Aromen aus den Fässern bereichern den Weinbrand und eröffnen neue Möglichkeiten für den Absatz. Bevor die ausgereiften Weinbrände in die Flaschen gelangen, verdünnt der Hersteller diese mit Quellwasser. Der Alkoholgehalt beträgt danach rund 36 % bis 45 %. Durch Zusatz von Zucker oder Zuckercouleur erzielen einige Hersteller eine gleichbleibende Farbe. Qualitativ hochwertige Marken verzichten darauf.

Weinbrand besitzt heute in vielen Ländern zahlreiche Genießer. In Deutschland weit verbreitet und bekannt ist Asbach Uralt, hergestellt seit dem Jahr 1892 in Rüdesheim am Rhein. Dieser und zahlreiche weitere Klassiker finden Sie im ausgewogenen Sortiment unseres Onlineshops. Eine lange Tradition der Herstellung von Weinbrand besitzen Frankreich und Italien. Spanien zählt zu den ältesten Produzenten des lange haltbaren Getränks, mit einem eigenen traditionellen Verfahren der Fasslagerung. Zahlreiche bekannte Vertreter dieser traditionsreichen Länder ergänzen unser Angebot. Ebenso finden sich Vertreter aus Portugal, welches ebenfalls eine weit zurückreichende Geschichte in der Herstellung von Weinbrand besitzt. Über die Grenzen Europas hinweg produzieren andere Länder wie Chile, Peru oder Armenien Weinbrände. In Chile und Peru heißen die Produkte Pisco, in Armenien und im kaukasischen Raum in Anlehnung an den französischen Ursprung Konjak oder Cognac.