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Auchentoshan

Der Begriff Auchentoshan bedeutet übersetzt so viel wie "Feldecke" und bezeichnet eine Whiskybrennerei in Schottland. In der Region Lowlands, genauer gesagt in West Dunbartonshire, hat sich eine Destillerie niedergelassen, die mit ihrem Whisky eine teilweise tragische Geschichte hinter sich hat. Der Whisky aus Schottland und Irland gehört zu den besten Tropfen im internationalen Raum und besitzt eine lange Entstehungsgeschichte. Der Ursprung der hochwertigen Spirituose geht bis in das 5. Jahrhundert zurück. Es war der ehemalige Master Distiller John Bulloch, der das Unternehmen im Jahr 1823 gründete. Zunächst trug die Brennerei den Namen "Duntocher Destillery". Durch Schwierigkeiten mit den Abnehmern geriet die Destillerie jedoch schnell in den Bankrott.

Sein Sohn Archibald Bulloch übernahm die Brennerei im Jahr 1822, konnte damit aber auch keine Erfolge verbuchen. So schien die heutige Auchentoshan Destillerie früh verloren. 1826 ging das Unternehmen erneut bankrott. Daher liegt die Vermutung nahe, dass aus der einstigen Duntocher Distillery die heutige Auchentoshan Brennerei entstanden ist. In der allgemeinen Literatur herrscht bisher noch Uneinigkeit, wie das Unternehmen tatsächlich entstanden ist. Im Jahr 1834 verkaufte die in der Zwischenzeit als Bulloch & Co Ltd. bezeichnete Brennerei ihre Anteile an die Interessenten John Hard und Alexander Filshie. Nachdem das Haus 1875 komplett renoviert und nur 3 Jahre später an C.H. Curtin & Co. verkauft wurde, sollte es innerhalb der nächsten Jahre noch häufiger umbenannt werden.

Im Groben bestand die Geschichte des Unternehmens zum großen Teil aus ständigen Veräußerungen und Verkäufen. 1900 ging die Brennerei an das Unternehmen Alexander Ferguson & Co Ltd. Im Jahr 1903 wechselte sie mit George & John McLachlan Ltd. erneut ihren Namen. Es fiel schwer, den Namen Auchentoshan durchzusetzen. Jeder neue Besitzer wollte automatisch seine Rechte an der Brennerei durchsetzen. Während des gesamten Wechselspiels blieb der Whisky zum großen Teil auf der Strecke. 1923 schimpfte sich die Brennerei nur noch McLachlans Ltd. Auch der Krieg zog nicht spurlos an dem Unternehmen vorbei. Bei einem Fliegerangriff der Deutschen im Jahr 1941 wurde das Gebäude zum Teil zerstört. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges begann der Wiederaufbau.

Für die Whiskybranche war der Krieg ein großes Problem. Obwohl der Alkoholkonsum bei den Soldaten und gut betuchten Bürgern anstieg, konnte sich die heutige Auchentoshan Brennerei nur schwer erholen. Aber auch andere Destillerien waren von den Ausmaßen des Krieges betroffen. Am 3. Februar im Jahr 1948 kehrte das Leben in die Destillerie zurück. Die Whiskyproduktion wurde wieder aufgenommen. Doch auch McLachlan konnte sich nicht längerfristig in der Whiskybranche halten. In den 1969er Jahren übernahm die J & R Tennent Ltd. das Unternehmen. Etwa 4 Jahre später wurde sie erneut verkauft. Der damals sehr bekannte Charington benannt die Destillerie in Bass Charington um.

Im Jahr 1969 wurden Auchentoshan an das Unternehmen von Eadie Caims Ltd. veräußert. Damit sollte der gesamte Verkaufsprozess jedoch kein Ende haben. Nachdem das Haus 1984 in Morrison Bowmore unbenannt wurde, landete es zum Schluss im Jahr 1994 bei Suntory. Der Name steht für einen japanischen Getränkehersteller, der in seiner Heimat zu den größten Whisky-Produzenten gehört. Ehe sich die Destillerie Auchentoshan schimpfte, vergingen viele Jahre. In Schottland gibt es ein kaum vergleichbares Haus, welches so viele verschiedene Namen und Geschäftsführer hatte. Mittlerweile gehört Auchentoshan zu den letzten Brennereien in den Central Lowlands, die noch in Betrieb sind. Viele Unternehmer haben sich nach dem Krieg in die Highlands zurückgezogen, die heute als Hochburg vieler bekannter Destillerien gilt.

Dabei befindet sich die Auchentoshan Brennerei genau im Zentrum von Schottland. Die Central Lowlands bilden die Mitte der Highlands und der Southern Uplands. Im Westen grenzt die Region an den Firth of Clyde und im Osten an den Firth of Forth. Die vielen Ereignisse, die die Auchentoshan Destillerie hinter sich hat, bleiben auch in den Produkten nicht unentdeckt. In der Herstellung gibt es heute viele Traditionen, die schon seit Jahrzehnten bewahrt werden. So wird das Wasser für die Produktion aus den Kilpatrick Hills gewonnen. Im Vergleich zu anderen Tropfen ist das verwendete Malz bei den Auchentoshan Whiskys nur leicht getorft. Von den anfänglichen Scheiterungen, die das Unternehmen hinter sich hat, ist heute nichts mehr zu spüren. Die Brennerei besitzt ein modernes und anspruchsvolles Equipment, um mit den besten Whiskysorten der Welt mithalten zu können.

Ein Maschbottisch aus Edelstahl ist das wohl wichtigste Instrument der Auchentoshan Destillerie. In sieben Gärbottichen erfolgt der zweite Produktionsschritt. Drei der sieben Bottiche sind aus Edelstahl, während der Rest aus Douglasienholz besteht. Das Material solcher Behältnisse ist für das Aroma und den späteren Geschmack sehr wichtig. Es gibt bestimmte Merkmale, die eine schottische Destillerie auszeichnen. Bei Auchentoshan ist es beispielsweise sehr ungewöhnlich, dass das Unternehmen seine Tropfen gleich dreifach destilliert. Im Vergleich mit den anderen Spirituosen aus Schottland ist der Alkoholgehalt jedoch sehr hoch angesetzt. Ganze 80 bis 82 % hat der Whisky intus, bevor er abgefüllt wird.

Die Fässer, in denen ein Whisky von Auchentoshan lagert, bestehen aus robustem Eichenholz. Vor dem Abfüllen reduziert die Brennerei den Alkoholanteil auf 63,5 %, um ihn für jeden Spirituosenliebhaber genießbar zu machen. Die Qualität der hauseigenen Spirituosen liegt den Eigentümern sehr am Herzen. In Schottland wissen viele der Einwohner nicht, was sich in der Vergangenheit dieser Brennerei abgespielt hat. Auch wenn die Auchentoshan Destillerie heute von einem japanischen Hersteller betrieben wird, so gehen die typisch schottischen Eigenschaften nicht so schnell verloren. John Bulloch hätte sich sehr gefreut, wenn er sein Unternehmen heute sehen könnte.

Die Destillerie hat mittlerweile viele verschiedene Sorten auf den Markt gebracht. Dazu gehören auch eine ganze Reihe an limitieren Abfüllungen. Der Auchentoshan Finest Bourbon Matured 16 ist beispielsweise auf nur 4800 Flaschen limitiert worden. Für Sammler ist es daher eine große Herausforderung, eine der begehrten Flaschen in ihren Besitz zu bringen. Auch der Auchentoshan 1975 oder Valinch gehören zu den begrenzten Auflagen. Obwohl es viele Jahrzehnte gedauert hat, scheint es so, als sei die Brennerei mittlerweile angekommen. Der Umbruch in der Whiskybranche, die Weltkriege und der ständige Wechsel der Besitzer haben der Destillerie zwar zugesetzt, sie jedoch nicht zerstört. Solch eine Willenskraft wird auch belohnt. Heute ist ein Whisky von Auchentoshan immer gern gesehen. Nicht nur in Schottland zeigt man sich von den abwechslungsreichen Tropfen begeistert, sondern auch in Japan und dem Rest Europas. Den erstklassigen Whisky finden Kunden auch in unserem Angebot.