Jahr für Jahr wird auf der Hebrideninsel Islay das "Festival of Music and Malt" abgehalten. Wie der Name es unschwer erkennen lässt, dreht sich bei den mehrtätigen Festlichkeiten alles um Musik und Malt Whisky. Am letzten Tag des Festes im Juni ist der sogenannte Ardbeg Day, an dem man der gleichnamigen Destillerie Tribut zollt. Dafür hat sich die Ardbeg Distillery dieses Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Der Ardbeg Kelpie Whisky erblickt Mitte 2017 an jenem Tag das Licht der Welt. Er besitzt voraussichtlich einen Alkoholgehalt von 51,7 % vol., wobei es sich hierbei um die limitierte Committee Edition handelt. Später gesellt sich eine ebenfalls als Limited Edition gekennzeichnete Abfüllung dazu, die nicht in Fassstärke zum Genießer kommt, sondern eine Trinkstärke von 46 % vol. besitzt. Der Ardbeg Kelpie Whisky – ob als Cask Strength Whisky oder als etwas zahmere Abfüllung – hat reichlich Anerkennung verdient.


Was macht den Ardbeg Kelpie Whisky aus Schottland so besonders? Die Faszination beginnt beim Namen und bei der auffälligen Produktpräsentation. Unter "kelpies" versteht man in der schottischen Folklore mythische Wesen, die man entfernt mit Meerjungfrauen und Wasserpferden vergleichen kann. Die Wassergeister können den Legenden zufolge ihre Gestalt verändern und leben sowohl in den Seen auf dem Festland als auch im Atlantik. Wer den Überlieferungen Glauben schenkt, der meint, die Kelpies seien in der Bucht vor Islay zu Hause, weshalb sie den Ardbeg Kelpie Whisky inspiriert haben. Vor rund 150 Jahren verfasste der Poet Charles McKay ein Gedicht mit dem Titel "The Kelpie of Corryvreckan", und die Ardbeg Distillery hat in der Nähe vom Gulf of Corryvreckan bei der Isle of Jura ihren Sitz (und es gibt sogar einen gleichnamigen Whisky auf dem Markt). Entsprechend der mythischen Entstehungsgeschichte wurde der Ardbeg Kelpie Whisky in eine dunkelgrüne Flasche mit geheimnisvoller Verzierung gesteckt. Die Geschenkverpackung mit Seetang und maritimer Ausstrahlung passt perfekt dazu.

Das Erfolgsgeheimnis des Ardbeg Kelpie Whisky ist nicht nur dieses interessante Drumherum. Dr. Bill Lumsden – der nicht nur bei dieser Sonderedition, sondern auch beim spannenden Glenmorangie Bacalta Whisky die Finger im Spiel hat – dachte sich hierfür etwas Besonderes aus: Der Kelpie Whisky umfasst ein reguläres Destillat der Brennerei Ardbeg, das mehrere Jahre in ehemaligen Bourbonfässern aus Amerika lagern konnte. Es wurde mit einem raren Scotch vermählt, der in eigens dafür konzipierten Black Sea Eichenfässern aus Adygea ruhte. Bei Adygea handelt es sich um eine russische Republik, die in der Nähe von Georgien zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer gelegen ist. Die außergewöhnlichen Eichenfässer haben den Ardbeg Kelpie Whisky auf unnachahmliche Weise beeinflusst.

Der Ardbeg Kelpie Whisky ist noch ein Geheimnis, aber es wurde bereits ein bisschen über ihn verraten. So gehen Experten davon aus, dass der Whisky mit dem erhöhten Alkoholgehalt sich von der intensiven, charaktervollen, komplexen und maritimen Seite zeigt. Der Islay Malt offenbart höchstwahrscheinlich Noten von dunkler Schokolade, öligem Torf und Rauch. Geräucherter Fisch, salzige Meeresbrise und herbale Töne von Kräutern gesellen sich dazu. Damit erinnert der Ardbeg Kelpie Whisky ein wenig an den Corryvreckan Whisky aus Islay. Seetang und Hickory-Holz runden den maskulinen, mysteriösen Genuss ab.