Der Spirituosenkonzern Diageo hat bei so manch einer schottischen Whiskymarke die Finger im Spiel. Er ist u. a. auch für die Cardhu Distillery verantwortlich, die zwar nicht zu den weltberühmten Klassikern gehört, in der aber ein riesiges Potenzial schlummert.

Mehr zum Betrieb

Die Brennerei Cardhu war einst unter dem Namen Cardow bekannt. Das hat damit zu tun, dass die Ortschaft Cardow in Knockando (in Banffshire) der Firmensitz und Produktionsstandort ist. Gegründet wurde die Destillerie im Jahre 1824, womit sie auf beinahe 200 Jahre Erfolg stolz sein kann und zu den älteren Whiskybrennereien in Schottland gehört. Die Heimat von Cardhu Whisky ist die Whiskyregion Speyside, die ihrerseits in die Highlands eingebettet ist und unglaublich viele Destillerien beherbergt. Kennzeichnend für den Betrieb ist, dass er sich lang in Familienhand befand, bevor er kurz vor der Jahrhundertwende an John Walker & Sons verkauft wurde. In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts steigerte man aufgrund höherer Nachfrage die Produktion, und 1983 änderte man den Firmennamen von Cardow in Cardhu Distillery um. Wenige Jahre später übernahm Diageo die Brennerei und verhalf ihr zu noch mehr Bekanntheit.

Mehr zu den Produkten

Das Interessante am Cardhu Whisky aus der Speyside ist, dass er sehr gern für die Blends von Johnnie Walker verwendet wird. Single Malt ist seltener, obwohl Kenner ausreichend Auswahl vorfinden werden. Zwei wash stills und zwei spirit stills dienen der zweifachen Destillation. Der Speyside Whisky von Cardhu wird in einem eher begrenzten Sortiment angeboten, setzt aber auf hohe Qualität und Wiedererkennungswert. Im Jahr schafft man es auf rund 2,3 Millionen Liter. Scotch im Reifegrad von 12, 18 und 22 Jahren ist am klassischsten. Daneben gibt es edlen, reichhaltigen und charmanten Cardhu Whisky in Sonderabfüllungen wie den Cardhu Special Cask Reserve Single Malt zu entdecken. Ein faszinierender Vatted Malt (Blend aus Single Malts) in der Form von CardhuPure Malt wird von Diageo ebenfalls auf den Markt gebracht.