Kein Zweifel, wenn es um Whisky aus Schottland geht, dann kommt man um die Glenmorangie Distillery nicht herum. Sie gehört zu den bekannten Klassikern und führt eindrucksvoll vor Augen, dass Quantität und Qualität sehr wohl Hand in Hand gehen können.

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Die Destillerie Glenmorangie wurde im Jahre 1843 von den Brüdern Matheson gegründet. Sie hat in den schottischen Highlands ihren Sitz, die so manch eine weltberühmte Brennerei beherbergen. Angesiedelt ist der Betrieb in der Ortschaft Tain, sodass er zur Unterregion der Northern Highlands im Norden des Landes sowie der Whiskyregion gehört. Die fachmännische Leitung der Brennerei Glenmorangie führte dazu, dass man schon rund 40 Jahre nach der Firmengründung hochwertigen Whisky ins Ausland exportierte. Die USA und Italien gehörten damals zu den Hauptabsatzmärkten. Anschließend musste man die ursprüngliche Destillerie neu aufbauen, und in diesem Zuge entstand die bis heute aktive Glenmorangie Distillery Co. Ltd., die bis Anfang des 19. Jahrhunderts familiengeführt war. Der Erste und Zweite Weltkrieg setzten der Produktion zu, doch man gab sich nicht geschlagen. In der Tat war die Nachfrage nach Glenmorangie Whisky so hoch, dass man mehrfach die Produktionsanlagen erweitern und ergänzen musste.

Gegenwärtig dienen acht Brennblasen der Destillation von bis zu neun Millionen Litern Alkohol im Jahr. Damit gehört die Glenmorangie Distillery zu den schottischen Whiskybrennereien, die im wirklich großen Stile aktiv sind und den Weltmarkt beherrschen. Schätzungen gehen davon aus, dass sich kein Single Malt aus Schottland global besser verkauft als Glenmorangie Whisky. Die Leitung über die Herstellung obliegt seit 2004 dem Luxusgüterkonzern Louis Vuitton Moët Hennessy, der auch bei anderen Brennereien wie Ardbeg die Finger im Spiel hat. Damals war es üblich, dass genau 16 Personen in der Destillerie Glenmorangie arbeiteten, mit dem Spitznamen 16 Men of Tain bedacht; heute achtet man auf Klasse genauso wie auf Masse und verlässt sich daher auf bis zu 90 Angestellte.

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Was den Glenmorangie Whisky aus den Highlands so speziell macht, ist vor allem die besondere Form der Brennblasen. Sie sind extra hoch (insgesamt acht Meter), was sich auf das Erhitzen und Kondensieren sowie Destillieren auswirkt. Keine Destillerie in Schottland nutzt so hohe Destillierapparate wie die Brennerei Glenmorangie aus Tain. Als Rohstoff für den Highland Malt verwendet man gemälzte, nur sehr leicht getorfte Gerste von Lieferanten aus der Region. Das Interessante am Glenmorangie Whisky mit seiner Erfolgsgeschichte von über 150 Jahren ist, dass der Hersteller gern mit der Fasslagerung experimentiert. Er zählt zu den Pionieren in dieser Hinsicht und zieht neben verschiedenen Sherryfässern u. a. noch diverse Weinfässer zurate. Den zeitlos attraktiven und charakteristisch milden Klassikern aus dem herrlich breit gefächerten Sortiment schließt sich edler Glenmorangie Single Malt Whisky an, der einem besonderen Finishing unterzogen wurde. Serien wie Sherry Wood Finish, Port Wood Finish, Madeira Wood Finish und Burgundy Wood Finish bringen frischen Wind ins Geschehen. Mag man es traditioneller und unkomplizierter, kann man Whisky aus dem Bourbonfass wie den jungen, doch vielversprechenden Glenmorangie 10 (in mehreren Versionen) wählen. Etliche Abfüllungen für den Travel Retail wie The Tayne, The Duthac und der fulminante Glenmorangie Signet locken Kenner und Sammler.