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Brora

Es ist schon faszinierend, wie viele Brennereien es in Schottland gibt. Manche sind schon seit Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts aktiv. In vielen Fällen durchläuft eine Destillerie etliche Veränderungen und Entwicklungen. Sie wechselt oft den Besitzer, wird von einem international agierenden Spirituosenkonzern übernommen, wird renoviert und modernisiert oder erweitert – oder schlussendlich stillgelegt. Dieses Schicksal erteilte die Brora Distillery und diverse andere Brennereien wie z. B. Port Dundas. Sie wurde wie ein Großteil ihrer Wettbewerber vom englischen Spirituosenhersteller Diageo übernommen, und er sorgt dafür, dass ihr Erbe trotz der Stilllegung weiterlebt.

Gegründet wurde die Brora Distillery vor knapp 200 Jahren: 1819 etablierte man sie in der Ortschaft Brora in den Highlands, die kaum mehr als 1.000 Einwohner beherbergt und damals dank einer Kohlmiene, einer Salzpfanne, einer Limonadenfabrik und der Fischerei eine überraschend wichtige Rolle in der industriellen Entwicklung der Region spielte. Die Brennerei gründete der erste Duke von Sutherland ursprünglich unter dem Namen Clynelish Distillery. Diesen Namen erhielt jedoch eine andere Destillerie in der Nachbarschaft, sodass der ältere Betrieb in Brora Distillery umbenannt wurde. Man errichtete sie mit der Hoffnung, damit den Whiskyschmuggel zu unterbinden oder zumindest zu mindern. Später gelang die Brennerei zu mehr Rum: Ende des 19. Jahrhundert übernahm das Unternehmen Ainslie & Heilbron – ein Blender aus Glasgow – die Destillerie und baute sie um. Bis heute sind die damaligen Vorrichtungen wie der malting floor zum Erzeugen von Gerstenmalz erhalten geblieben.

Die Brora Distillery aus den Highlands wurde 1930 von Scottish Malt Distillers aufgekauft. Dieser Betrieb wurde später ein Teil von Diageo, und somit obliegt die Leitung über die Brennerei heute auch dieser Firma mit Sitz in London, die bei knapp 30 schottischen Destillerien die Finger im Spiel hat. Whisky oder Whiskey? Ersteres! In den 60er-Jahren machte die Destillerie damit auf sich aufmerksam, dass sie einen Peated Whisky aus getorfter Gerste für Blends brannte. Ihr kam diese Aufgabe zu, um der großen Nachfrage nach (zu jener Zeit kaum gebranntem) Islay Whisky voller Torfrauch nachzukommen. Ab den 70er-Jahren konzentrierte man sich wieder auf nur ganz leicht getorften Highland Whisky.

In den 80er-Jahren legte man die Brora Distillery still – doch keine Bange, Diageo hat nicht vor, ihr Erbe in Vergessenheit geraten zu lassen. Zum einen veröffentlichte der britische Konzern in den letzten Jahren immer wieder einen Brora Single Malt – u. a. als Teil der Special Release Serie – und zum anderen verkündete ein Angestellter im Oktober 2017, dass die Brora Distillery 2020 wiedereröffnet werden sollt. Wir sind gespannt, ob daraus wirklich etwas wird, und bieten in der Zwischenzeit Brora Single Malt Scotch Whisky in diversen Sondereditionen von Diageo an. Er weist in der Regel einen hohen Reifegrad von über 30 Jahren auf und ist limitiert. Der Special Release 2017 besitzt ein Alter von 34 Jahren; der Special Release 2016 durfte sogar 38 Jahre lagern. Ist man auf der Suche nach fruchtigem, aussagekräftigem Scotch, sollte man diesen raren Whisky kaufen. Auch unabhängige Abfüller widmen sich ab und an einer Limited Edition der Brennerei, die in den 80er-Jahren destilliert wurde.