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Havana Club

Die Marke Havana Club ist seit dem Jahre 1935 käuflich zu erwerben. Es handelt sich dabei um eine weltweit bekannte Rummarke, die aus Kuba stammt. Der internationale Vertrieb von Rums des Havana Club wird vom Unternehmen Pernod Ricard betrieben, das sich im Jahre 1993 die Rechte dafür sicherte. Dies hatte einen starken Anstieg des weltweiten Absatzes zur Folge.

Seinen Ursprung fand der Rum Havana Club über den Basken José Arechabala. Mit 15 Jahren kam er im Jahre 1862 nach Kuba und gründete im Jahre 1878 La Vizcaya. Dabei handelte es sich um die Destillerie, die später auch den Rum Havana Club herstellen sollte. Durch den Erfolg und den wachsenden Absatz der Destillerie schloss sich La Vizcaya im Jahre 1921 mit anderen Firmen zusammen, die ebenfalls im Ort Cárdenas ansässig waren. So entstand die José Arechabala S.A. Der Namensgeber Arechabala wurde im stolzen Alter von 75 Jahren ihr erster Präsident. Nachdem er zwei Jahre später verstarb, hatte das Unternehmen zunächst drei Jahre lang wechselnde Unternehmensinhaber, bis der Großneffe Arechabalas die Firma übernahm.

Die Unternehmensgeschichte der José Arechabala S.A. verzeichnete ihren großen Wendepunkt letztlich im Jahre 1960, als das Unternehmen verstaatlicht wurde und daraufhin mit dem Unternehmen Cubaexport fusionierte. Damit verschwanden die eigentlichen Eigentümer der Familie Arechabala, die in die USA auswanderte. Im Jahre 1970 wurde die Destillation des Rums von Cárdenas nach Santa Cruz del Norte verlagert. Die Namensrechte gehörten der Familie Arechabala noch bis zum Jahre 1973. Sie verlängerten diesen Markenschutz aber nicht, woraufhin Cubaexport den Namen Havana Club in etwa 70 Ländern anmeldete und schützen ließ. Durch die kommunistische politische Haltung, die Kuba vertrat, ist es nicht verwunderlich, dass in den folgenden Jahren allein 70 Prozent des Rums dieser Marke in die UdSSR exportiert wurden.

Im Jahre 1993 folgte die erwähnte Vereinbarung mit Pernod Ricard, das die Rechte erhielt, den Rum weltweit zu vertreiben. Im Gegenzug werden die Produkte von Pernod Ricard in Kuba vertrieben. Durch diese Vereinbarung konnte der Rum aus dem Hause Cubaexport seinen Absatz stetig steigern, meist mit prozentualen Zuwächsen im zweistelligen Bereich. Das hatte zur Folge, dass der Havana-Club-Rum eine der beliebtesten Rummarken weltweit geworden ist, der mittlerweile in 125 Ländern verkauft wird, darunter Deutschland als einen der Hauptabsatzmärkte.

Im Gespräch war Havana Club auch wegen eines Rechtsstreites, der zwischen den Unternehmen Bacardi und Pernod Ricard ausgetragen wurde. Die in die USA ausgewanderte Familie Arechabala verkaufte die Namensrechte der Rummarke nämlich im Jahre 1995 an Bacardi, obwohl sie im Jahre 1960 enteignet worden waren und der Markenschutz im Jahre 1973 abgelaufen war. Über massive Wahlkampfspenden, die Bacardi US-Senatoren zukommen ließ, wurden mehrere neue Gesetze geschaffen, die Bacardi in der rechtlichen Frage um den Besitz des Namens besser stellten. Beispielsweise wurde ein Gesetz erlassen, dass Markenschutzrechte, die enteigneten Kubanern gehörten, in den USA weder eingetragen, noch verlängert werden können. Nachdem mehrere parallel verlaufende Verfahren mit unterschiedlichsten Ergebnissen durch die Instanzen gegangen waren, endete der Prozess damit, dass der Markenschutz, den Pernod Ricard in den USA angemeldet hatte, im Jahr 2006 auslief und durch das geschaffene Gesetz nicht mehr verlängert werden konnte. Entsprechend wurde der Rechtsstreit gegenstandslos. Wenige Tage später begann Bacardi, seinen eigenen Havana Club aus Puerto Rico zu vertreiben.