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Irish Whiskey

Irish Whiskey

Irland ist vermutlich der eigentliche Geburtsort des Whiskey, womit sich die Iren auch sehr gerne brüsten und die Schotten versuchen dagegen anzugehen. Bereits im 6. Jahrhundert war keltischen Mönchen in Irland das Brennen von Spirituosen aus Getreide bekannt. Auch die älteste Whiskey Brennerei steht in Irland: Bushmills gibt es seit 1608. Im County Cork in der Südirischen Stadt Midleton entstand ein Zusammenschluss mehrerer (bis dahin unabhängigen und erfolgreichen) Destillerien zur "Irish Distillers Ltd.". Dies war notwendig geworden, da Irland aus dem Commonwealth ausgetreten war, was den Schotten sehr in die Karten spielte. So mussten die Iren teure Zölle für Ihren Whiskey an Stellen bezahlen, an denen die Schotten Steuerfreiheit genossen. Ein extremer Wettbewerbsnachteil, der die Iren um Ihre Vormachtstellung in Sachen Whiskeyproduktion und Export brachte.

Um überhaupt noch ein paar Brennereien zu retten, schlossen sich ein paar zu den Irish Distillers Ltd. mit Sitz der Destille in Midleton zusammen. Sogar Bushmills trat dieser Union bei. So wurden in Midleton dann die jeweiligen und unterschiedlichen Rezepturen abgearbeitet. Fluch und Segen traf die Iren dann gleichzeitig, als der französische Weltkonzern Pernod-Ricard

1988 die Irish Distillers Ltd. aufkaufte und den stolzen Iren damit einen Stich ins Whiskeyherz versetzte. Allerdings verhalf der Weltkonzern dem am Boden liegendem Irish Whiskey wieder auf die Beine und zwar derart erfolgreich, dass ein paar Jahre später auch wieder an anderer Stelle in Irland unabhängige Brennereien wiedereröffnen konnten!

Aber wie konnte es überhaupt zu einem solchen Absturz kommen? Da die Gerste des Irish Whiskey nicht, wie beim schottischen Whisky über einem Torffeuer gedarrt wird fehlt dem Irish Whiskey die typische Rauchnote, was ihn deutlich milder, runder und leichter zu Trinken macht. Dies und der schwierige Absatz auf dem Weltmarkt hatte zur Folge das die Iren Ihren Whiskey sehr gerne und sehr oft selbst konsumierten. Letztendlich führten unwirtliche Lebensbedingungen (geographisch und klimatisch) und ein überhöhter Alkoholkonsum (fast 100 Liter Whiskey jährlicher pro Kopfverbrauch bei den männlichen Iren) zu einer hohen Sterberate in jungen Jahren. Dies brachte die Kirche und Frauen auf den Plan, welche gegen den Whiskeykonsum vorgingen. Das Endergebnis dieser Proteste gipfelte dann schlussendlich in den USA mit der Prohibition von 1919 bis 1933.

Besonderheiten des Irish Whiskey:

Wie oben bereits erwähnt fehlt dem milden Irish die rauchige Torfnote aufgrund des Unterschiedes beim Mälzen. Hinzu kommt, dass Irish Whiskey zumeist ein Blended, bzw. Vatted Whiskey ist. Auch hierfür gibt es historische Gründe. Als in England und den USA die Alkoholsteuer zur Erhöhung der Staatseinnahmen eingeführt wurden, wollte man in Irland auch noch am Bier mitverdienen und führte eine "Malzsteuer" ein. Der von Haus aus erfinderische Ire ging dann aber dazu über nur noch das unbedingt notwendige Maß an Gerstenmalz für das destillieren des Whiskeys zu verwenden, um Steuern zu sparen. Vielmehr importierte man sich von seinen in die USA ausgewanderten irischen Landsleuten Mais und Weizen zur Destillation. So wurde der Blended Irish Whiskey geboren. Da beim Irish Whiskey allerdings mehr als beim schottischen und amerikanischen Whisky die Fassreifung entscheidend für das Endprodukt ist, bezeichnet man das Blending hier als "Vatting" (kommt von "vat" = Fass) Für einen solches Vatting kommen gebrauchte Sherry-, Rum- und Bourbonfässern zum Einsatz.