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Cachaca

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Seit 500 Jahren genießen Spirituosenliebhaber aus aller Welt Cachaca. Bis heute gibt es kein Getränk aus Zuckerrohr, das sich größerer Beliebtheit erfreut. Im 16. Jahrhundert entdeckten brasilianische Einwohner das Zuckerrohr für sich. Der Zuckerrohrschnaps diente damals Bauern und erfrischte die Sklaven. Heute handelt es sich um einen wichtigen Wirtschaftsfaktor des Landes. Die folgende Geschichte erzählt die Entwicklung einer typisch brasilianischen Spirituose von einem Zuckerrohrextrakt bis zu einem vielseitig kombinierbaren Mischgetränk.

Die Erfolgsgeschichte beginnt mit einem Zufall. Bauern einer Farm in Sao Vicente bemerken im 16. Jahrhundert, dass ihr Viehfutter nach einigen Stunden einen seltsamen Geruch entwickelt. Das Vieh erhält zu diesem Zeitpunkt gepresstes Zuckerrohr. Dieser enthält Stärke. Die hart arbeitenden Männer und Frauen nehmen den alkoholischen Geruch des Viehfutters wahr und probieren davon. Dies ist der Grundstein für ein Getränk, das um die Welt ging. Der gegorene Zuckerrohrsaft riecht süß. Diese Süße wissen sämtliche Arbeiter im Umkreis zu schätzen und konsumieren fortan den gegorenen Zuckerrohrsaft. Sie berauschen sich, um ihre harte Arbeit einen Moment zu vergessen. Der erste Name des Getränks heißt Cagaca. Darin steckt der Begriff für fermentierte Zuckerrohrstränge.

Vom Ende des 16. Jahrhunderts an stellen Händler industriell Cachaca her. Mitte des 17. Jahrhunderts verbietet die portugiesische Regierung die Verbreitung dieser Spirituose. Danach endet der Kampf der Hersteller gegen die Krone noch nicht. Anstelle des Verbotes treten exorbitant hohe Steuern. Die portugiesische Krone verfolgt damit zwei Ziele. Sie protektioniert portugiesische Konkurrenzprodukte und beschafft sich Geld für die Erbfolgekriege mit Spanien. In Rio de Janeiro entbrennt aufgrund dieser Steuern eine Revolte, die sogenannte Cachaca-Revolte. Nach deren Scheitern ergeht ein weiteres Verbot für den inländischen Verkauf von Cachaca.

Die einzige Rettungsmöglichkeit für kleine Destillerien besteht im Export. Eine Marke, die Genießer heute noch in Europa zu sich nehmen, ist Pitú. 1695 endet das Verbot und das Zuckerrohrdestillat gewinnt viele Unterstützer, die es verbreiten. In den folgenden 50 Jahren stellt das Getränk eine Währung für Sklavenhändler dar. Sie bezahlen mit Cachaca für den Menschenhandel. Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitet sich der Bezugskreis. Im Bundesland Minas Gerais formiert sich eine eigene Tradition. Über 150 Destillerien stellen zeitgleich das Getränk her. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts schwächt sich die Konjunktur ab. Ein entscheidender Moment für die Zukunft des Getränks ist die internationale Modewoche 1922. Auf dieser befindet sich die Spirituose in aller Munde. Die Produzenten erheben den Anspruch, dass es sich um ein hochwertiges und stilvolles Getränk handelt – ungeachtet der schwierigen Geschichte.

Ab circa 1959 produzieren die Destillerien im großen Stil. Anstelle von Kupferkesseln führen sie eine ununterbrochene Destillation von großen Mengen durch. Deutschland ist der größte Importeur des brasilianischen Kultgetränks. Es steigt zu einem der mengenmäßig meistgetrunkenen Getränke weltweit auf. Ab 2006 beginnt ein Wandel. Hersteller hochwertiger Cachacas, wie Mag nifica, wollen zurück zu traditionellen Herstellungsmethoden. Sie betrachten Cachaca als Kunsthandwerk, welches der manuellen Herstellung bedarf. Weltweit geht der Trend zu traditionellen Cachacas, die eine höhere Qualität aufweisen. Fakt ist, dass kaum ein Getränk eine spannendere und vielseitigere Geschichte aufweist. Darüber hinaus ist es vielseitig einsetzbar und bei Alt und Jung beliebt.

Die Variabilität von Cachaca zeigt sich in dem insgeheim größten Exportschlager Brasiliens – der Caipirinha. Ohne Cachaca ist sie nicht machbar und hätte nicht ihren unvergesslichen Geschmack. Barkeeper aus aller Welt kombinieren die Spirituose mit verschiedenen anderen Zutaten. Zu den bekannten gehören Limetten, Orangensaft oder Erdbeeren. In den Bars trinken Trendsetter Cocktails mit Holundersirup, Aperol oder tropischen Säften. Basilikum und Cachaca ergeben eine interessante Mischung. Viele Fans des Getränks fragen, welche Unterschiede zwischen der brasilianischen Spirituose und klassischem Rum bestehen. Kenner guter Spirituosen erkennen den Unterschied am Aroma. Herkömmlicher brauner Rum erhält sein süßes Aroma aus der Melasse. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Cachaca hingegen besteht aus dem Saft des Zuckerrohrs. Entsprechend schmeckt er weder besonders süß noch scharf. Er trägt das Aroma des Zuckerrohrs in sich.

Weiterhin erfährt der klassische Cachaca eine Destillation. Bei Rumsorten kommt es zu zwei oder mehr Durchgängen. Der Alkoholgehalt bei dem brasilianischen Getränk ist niedriger. Er liegt bei etwa 48 % vol., während Rum 60 % vol. oder mehr hat. Der geschützte Begriff umfasst mehrere Qualitätsstufen. Cachaca höchster Qualität heißt "Artesanal" oder "de Alambique". Die Hersteller setzen natürliche Hefen ein. Sie destillieren aromaschonend. Viele Cachacas dieser Art reifen in Holzfässern. Zu den hochwertigen Cachacas gehört der Velho Barreiro.


Für den Cachaca bedeutet die Herstellung einen Teil seiner Tradition. Zu Beginn presst eine Maschine das Zuckerrohr aus. Daraus resultiert der Zuckerrohrsaft, die Grundlage des Cachacas. Vermengt mit Hefen und verflüssigt mit Wasser setzt der Gärprozess ein. Bei der industriellen Fertigung dauert der Prozess circa 24 Stunden. Handwerkliche Destillerien verlängern den Vorgang auf bis zu 36 Stunden. Je länger er dauert, desto mehr Aromen erhält das Endprodukt. Der anschließende Brennprozess erfolgt in verschiedenen Behältern. Traditionell dienen Kupfer-Brennblasen als Brenngefäß. Industrielle Betriebe bedienen sich Edelstahl-Gefäßen. Kupfer-Gefäße bieten den Vorteil, dass der Vorgang sukzessive abläuft. Dabei bleiben natürliche Aromen und Inhaltsstoffe erhalten.

Die Endprodukte weisen Unterschiede auf. Junger Cachaca ist am häufigsten in den Läden anzutreffen. Gereifter Cachaca ist mindestens ein Jahr alt und tendenziell hochwertiger. Der Reifungsprozess im Fass setzt die sorgsame Auswahl des Holzes voraus. In Brasilien genehmigen die zuständigen Behörden wenige Holzsorten als Fassholz. Einige Sorten zeigen eine leichte bräunliche Färbung. Diese zeugt davon, dass sie die Hersteller in Eichenfässern lagern. Einige Regionen Brasiliens sind Hauptstädte der Cachaca-Produktion.

Gesamt betrachtet verfügen die traditionell arbeitenden Destillerien über einen geringen Marktanteil in der Herstellung. Sie gelangen selten in den Export. Genießer bevorzugen sie gegenüber industriell gefertigten Spirituosen. Kenner präferieren Cachaca aus den Regionen Florianopolis, Minas Gerais und Paraty. Sie kennzeichnen ihre Häfen. Diese dienten in der Vergangenheit als Ausgangspunkt für die mit Cachaca beladenen Schiffe, welche aus Gründen des Exports das Kap Horn umfuhren. Brennereien im Norden des Landes versetzen die Spirituose mit tropischen Früchten oder Aromen. Der Geschmack überzeugt. Es handelt sich nicht mehr um klassischen Cachaca, sondern um Likör.


Welche Marke der Kunde auch bevorzugt, Cachaca ist nicht umsonst das Nationalgetränk Brasiliens. In den USA heißt Cachaca beispielsweise Brasilian Rhum. Um die Vielfalt dieser Spirituose kennenzulernen, bedarf es einiger Erfahrungen. Kostproben von Cachacas aus unterschiedlichen Regionen bieten einen geeigneten Einstieg in dieses faszinierende Getränk. In unserem Onlineshop finden Kunden neben diesem Getränk Whiskeyund mehr.