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Pisco

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Es gibt zahlreiche Länder auf der Welt, die mit einer ganz besonderen Spirituose in Verbindung gebracht werden. Manchmal rührt dies nur daher, dass die Spirituose in diesem Land zum ersten Mal hergestellt wurde, manchmal bedeutet es jedoch auch, dass deren Herstellung nach wie vor auf dieses Land

beschränkt ist. Süd- und Mittelamerika sowie die Karibik sind für etliche alkoholhaltige Getränke bekannt, insbesondere für den. Während man des Weiteren Mexiko Tequila und Mezcalassoziiert, bringt man Chile und Peru mit dem Pisco in Verbindung. Er ist dort das Nationalgetränk und konnte sich im Laufe der Zeit sogar in globalem Rahmen einen guten Ruf erarbeiten. Zwar mag er nicht ganz so bekannt sein wie seine Konkurrenz, dennoch lohnt es sich, einen Blick auf diese Spirituose zu werfen und diese anschließend zu probieren.

Der Pisco ähnelt dem Singani aus dem Nachbarland Bolivien und stellt ebenfalls ein aus Traubenmost hergestelltes Destillat dar. Es werden auch in einigen wenigen anderen Länder vergleichbare Produkte vermarktet, doch der Name Pisco wurde rechtlich gesichert und darf nur für Erzeugnisse aus Peru

und Chile verwendet werden. Lange Zeit stritten sich sogar diese beiden Nachbarländer um die Rechte, doch inzwischen konzentriert man sich mehr oder weniger gemeinsam darauf, dem Pisco international zu mehr Bekanntheit zu verhelfen.

Was die namentlichen Anfänge des Piscos anbelangt, sind sich Experten alles andere als einig. Sicher ist jedenfalls, dass er vor rund 400 Jahren in dieser expliziten Form zum ersten Mal auftauchte. Einige Wissenschaftler vertreten die Ansicht, der Name der Spirituose sei auf das Quechua zurückzuführen und bedeute "fliegender Vogel". Eine Hafenstadt im südlichen Peru trägt heute noch den Namen Pisco, wobei dies wohl darauf zurückzuführen ist, dass in dieser Region vor vielen Jahren eine sehr große Vielfalt an Vögeln zu verzeichnen war, was die Inkas zur Namensgebung (Pisko) veranlasste. Das Gebiet galt zu jenen Zeiten und auch später noch als Herstellungsort für erstaunlich gut ausgeführt Aufbewahrungsgefäße für alkoholische Erzeugnisse. Man nannte diese der Herkunft zu ehren "piskos" bzw. "pisquillos". Von den spanischen Kolonialherren wurden diese Behältnisse dafür verwendet, den produzierten Traubenbrand darin zu lagern. Dies geschah nicht nur in Peru und Chile, sondern entlang der gesamten Pazifikküste Südamerikas. Schon bald hatte der Name des Gefäßes auf die Spirituose selbst abgefärbt und bürgerte sich ein. Eine ähnliche These geht davon aus, die oben genannte Hafenstadt in Peru sei der Namensgeber des Getränks. Es wurde von den Spaniern damals nach Europa exportiert, wobei als Herkunftsbezeichnung "de Piscu" auf den Kisten zu lesen war, was letztendlich zur Benennung der Spirituose als Pisco führte.

Was die Hintergründe der Entstehungsgeschichte anbelangt, lassen sich ebenso wenig genaue Angaben machen. Bekannt ist, dass die Zugehörigen der damaligen Hochkulturen, u. a. auch die Inkas, sich der Herstellung alkoholischer Getränke widmeten. Bisher ist leider immer noch ungeklärt, wann genau

man die Methode für den Traubenbrand entwickelte. Ob sie ihren Ursprung in Peru hat, wo auch der Namensursprung zu finden ist, oder doch in Chile erdacht und angewendet wurde, ist daher nicht eindeutig zu beweisen. Es ist jedoch in der Gegenwart zu bemerken, dass sich der peruanische Pisco einer größeren Bekanntheit und Beliebtheit erfreut als sein chilenischer Mitstreiter.

So manch einer behauptet, der Pisco habe Gemeinsamkeiten mit dem Grappa aus Italien, doch dies ist nur bedingt richtig. Zwar wird bei beiden Spirituosen ein "Nebenprodukt" der Verarbeitung von Weintrauben verwendet, doch während beim Grappa der Trester - in der Form von Schalen, Kernen und Stängeln - verarbeitet wird, kommt beim Pisco ausschließlich der Traubenmost zum Einsatz. Man darf den Pisco somit als reinen und außerdem hochprozentigen Weinbrand bezeichnen. Es dienen acht verschiedene Sorten von Trauben explizit für die Herstellung von Pisco,doch theoretisch wären auch andere Traubenarten dafür geeignet. Jene acht bevorzugten Traubensorten wurden inzwischen auf den Spitznahmen "Piscotrauben" getauft. Sie gehören mehrheitlich der Rebsorte Muskateller an und werden streng auf ihre Qualität überprüft, bevor ihre Freigabe zur Verarbeitung erfolgt. Angebaut werden sie im Land selbst, vornehmlich in Peru.

Diese Trauben selbst werden jedoch nicht verarbeitet, vielmehr ist es der frisch gepresste Traubensaft, welcher zu Most vergoren wird, was anhand eines künstlich oder natürlich eingeleiteten Fermentierungsprozesses geschieht. Der Saft wird nach einer Filterung der Maische gewonnen und vergoren. Es ist charakteristisch für die peruanischen Trauben, dass sie einen vergleichsweise hohen Zuckergehalt aufweisen. Dies wiederum bewirkt, dass der Most einen

hohen Alkoholgehalt besitzt. Die erste Destillation führt zu einem Alkoholgehalt von etwas mehr als 40 %. Ein weiterer Destillationsvorgang wird nicht praktiziert und ebenso wird darauf verzichtet, nachträglich destilliertes Wasser beizumengen. Auch chemische Zusatzstoffe oder Fremdaromen finden keine Verwendung. Es ist in Peru sogar gesetzlich verboten, den Pisco damit zu "verfälschen".

Dieses geradlinige Herstellungsverfahren hat zur Folge, dass der Pisco (insbesondere aus Peru) sehr ursprünglich und traditionell sowie beinahe rein duftet und schmeckt. Einzig und allein die Aromen der verwendeten Trauben machen sich in verschiedenster Form bemerkbar. Unterteilt wird der Pisco in

drei Kategorien, die von seiner Herstellung abhängig sind. Der Pisco Puro gilt als reiner Pisco. Er wird nur aus einer Traubensorte gefertigt und bietet, je nach der verwendeten Rebsorte, einen aromatischen oder weniger aromatischen Genuss. Der Acholado wird aus mindestens zwei verschiedenen Traubensorten gewonnen, die aromatischer oder nicht aromatischer Natur sein dürfen. Es werden dabei entweder alle Trauben gemeinsam gekeltert oder die unterschiedlichen Trauben zu separaten Piscos gekeltert und dann zu einer Art Blend kombiniert. Unter dem Mosto Verde versteht man einen Pisco, der nicht durch die Anzahl der Traubensorten bestimmt wird, sondern sich durch das Herstellungsverfahren von den übrigen Piscos unterscheidet. Bei dem herkömmlichen Verfahren wartet man bei der Gärung darauf, dass der gesamte Zucker der Trauben in Alkohol umgewandelt wird. Für diesen Pisco hingegen unterbricht man den Gärungsprozess gezielt und nimmt einen Restgehalt von Zucker in Kauf. Der Mosto Verde zeigt sich dadurch nicht wirklich süß, aber von samtiger Milde. Jeder Pisco, der aus Peru stammt, wird vor der Abfüllung einer dreimonatigen Lagerung unterzogen. Sie darf unter Umständen auch länger sein. Dabei

kommen ausschließlich Behältnisse zum Einsatz, die aus Stahl oder Glas bzw. ähnlichen Materialien sind und keinen Einfluss auf Aroma und Geschmack der Spirituose nehmen. Vom Gesamtcharakter her gesehen bietet der Pisco daher stets einen weinähnlichen, recht intensiven und geradlinigen Genuss, der sich durchaus fruchtig, aber weniger süß oder würzig zeigt. Chilenischer Pisco ist dem aus Peru sehr ähnlich, wobei er nach unterschiedlichem Alkoholgehalt kategorisiert wird. Beide Varianten finden sich in unserem Shop.